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☼ Back again... at the wild Algarve

Ich freue mich gerade riesig endlich wieder etwas zu schreiben. Einen Monat hat es mich nun in die Schweiz verschlagen. Wenn sich einige fragen, wie man sich einen solchen Trip bzw. längeren Ausstieg aus dem normalen Alltag finanziert, erfahrt ihr nun unseren Weg.

Wir haben natürlich auch Geld angespart für die ersten Monate, aber auch Stulle braucht regelmäßig etwas Energie um uns diese Reise zu ermöglichen, Einkäufe, sonstige Ausgaben... auch wenn wir sehr minimalistisch leben und diese Einstellung beibehalten wollen, braucht man einfach die Energie Geld. Selber kaufe ich selten neue Kleidung und gehe gerne in Second-Hand Shops oder auf den Flohmarkt, chemiefrei und oft einzigartig im Gegensatz zu der heutigen Massenproduktion der großen Geschäfte.

 

Naja... ich bin also in die Schweiz geflogen um dort bei der Fasnacht als Barkeeperin zu arbeiten. Dies war mein spontaner Weg, schnell relativ viel Franken zu generieren und diese Energie nun für die weitere Reise und meine CHIONA Projekte zu nutzen. Das war bereits das dritte Mal und ich kann es jedem empfehlen, der belastbar ist und sehr offen und kommunikativ! Ich werde nochmal einen Artikel nur darüber widmen, aber jetzt erstmal weiter in Stulle....

 

Die Zeit ging relativ schnell herum und schwupps di wupp war ich wieder an der Algarve und wir cruisten in Stulle die Atlantik-Küste entlang.

Leider war auch hier das Wetter sehr wechselhaft und durch den Wind der Azoren sowie die sibierische Kälte wirklich schmuddelig die erste Zeit. Wir freuten und zwischen den Stürmen und Regenschauern über jeden Sonnenstrahl und versuchten uns im positiven Denken ;)

 

Einer der tollsten Tage war sehr sonnig, ich konnte mein neues Kleid anziehen und wir landeten mit unseren Mitreisenden, Simone mit Mark und Hundi an einem tollen Strand nähe Olhos de Água im Landkreis Albufeira, zwischen Faro und Lagos. Praia de Falesia ist der Name, auch Steilküstenstrand. Dieser lässt einen staunen bei dem Anblick von den kleinen, tollen Wanderwegen auf den roten Sandsteinfelsen oder aber vom Strand aus mit ihren unterschiedlichen Formationen von natürlichen Orange zu hellem Kalk. Es war super schön dort im Morgengrauen mit Paco einen Spaziergang zu unternehmen und das Rauschen des Meeres auf dem rechten Ohr sowie die Stille, das Bienengesumme und das Zwitschern der Vögel in den Pinien auf dem linken Ohr zu genießen. Der Duft der Pinien, der ersten Blumen mit dem Geruch der süßen Pollen, einfach wunderbar.

 

☼ Ein sonniger Tag ☼

 

Es war eine entspannte und gute Zeit mit den Beiden, es gab viele Salzstangen, Vinho Verde und Salat. Grandios. Sherry war leider aus ;)

Sie mussten leider zeitig wieder Richtung Hannover und verleißen uns bald darauf.

 

Nun ging es wieder um uns, wir zogen weiter die Küste entlang - WAS MACHEN WIR NUN?

Unser ursprünglicher Plan war nach der Reise in Barcelona zu bleiben und da dieser Plan sich nun zerschlagen hat, bzw. es hat nicht sein sollen, wie ich immer gerne zu sagen pflege - floaten wir derzeit herum mit den Gedanken an ein neues Zuhause!

 

Wo geht es nun hin? Was machen wir als Nächstes? ... Diese und andere Fragen gingen uns durch den Kopf, da wir beide sehr offen dem Leben gegenüber sind und der Spruch : Es wird alles gut sozusagen unser Leitspruch ist, sehen wir das ganze nicht so eng, dennoch kommen Diskussionen ans Tageslicht, die wir besprechen müssen und uns klare Ziele setzen wollen.

Ich denke, diese Zeit ist notwendig und gehört dazu. Der Trip war auch Urlaub und eine super Erfahrung, ebenso können wir uns dennoch kein Vollzeit Leben im Van vorstellen ( zumindest nicht auf Dauer auf engsten Raum mit Hundi ).

 

Also, ein Zuhause muss her. Ich vermisse es wirklich sehr, ein Zuhause, einen Rückzugsort.

Aber erstmal ging es los, einkaufen. Unsere Vorräte waren fast leer und somit verschlug es uns zum Supermarkt.

Nach einem Spaziergang mit Paco, als ich gerade dabei war ihm ein Halsband zu basteln - standen zwei Freunde aus Kiel hupend neben der Bustür, Lisa und Paul. Wie lustig ist das denn... Sie luden uns in ihr Appartement ein und wir verbrachten dort einige gemütliche Tage zusammen.

 

Das Wetter war immernoch sehr wechselhaft.

 

Paco freute sich schon sehr auf unseren Ausflug zum Strand, wie man in seinem Gesicht deutlich sieht ;)

 

Ich schnappte mir Pauls Objektiv und unsere Kamera und beschloss Fotos von allen zu machen, während sie sich erstmal durch die Brandung kämpfen mussten. Ich hatte auch Lust aber ein Anfänger Ort war das wohl nicht, die Flut kam bis zu einem steinigen Strand wo sich die vielen Steine durch die Kraft des Meeres vor- und zurückbewegten. Auch als Marc hineinging und es nicht gleich geschafft hat, hinaus zu paddeln bekam er inklusive Waschung ein paar Steine ab.

Da setzte ich mich lieber auf die großen Steine am Strand und versuchte mich mit ein paar Schnappschüssen.

Es macht Spaß, gerade deshalb weil man in der richtigen Sekunde abdrücken muss...

 

Es war ein super schöner Tag, die Sonne war fast den ganzen Tag draußen und alle hatten ihren Spaß.

Was die Sonne nicht alles bewirken kann.

Nachdem wir ein paar Tage zusammen Zeit verbrachte haben, beschloss ich mir einen Plan zu machen.

Marc wollte knapp zwei Wochen seine Freunde an der Mittelmeerküste in Frankreich besuchen, also eine ganz schöne Tour. Daruaf hatte ich ehrlich gesagt gerade gar keine Lust. Ich brauchte Zeit und Ruhe für mich. Ich suchte im Internet nach Möglichkeiten irgendwo unterzukommen.

Dank Helga (einer Österreicherin, die ihre eigene Farm hier in der Nähe besitzt), konnte ich in einem kleinem Gemäuer mit Paco für die Zeit hausen.

 

Ich bin langsam hier angekommen und befinde mich im Stadium der Selbstreflexion, die ich immer wieder betreibe um zu schauen, ob ich noch auf dem richtigen Weg bin.

Im nächsten Artikel verrate ich euch, wie meine Reha bzw. Findungsphase auf der Farm verläuft und welche Ziele und Pläne für die Sommersaison geplant sind.

 

Da ich finde, dass das Thema Selbstreflexion jeden etwas angehen sollte, hier einige Fragen die sich jeder mal stellen sollte und darüber nachdenken sollte:

 

WAS IST MEIN ZIEL IM LEBEN (WIE MALE ICH MIR MEINE PERFEKTE ZUKUNFT AUS) ?

WELCHE PRIORITÄTEN SETZE ICH ? WAS IST MIR WICHTIG ? (LEBE ICH DANACH?)

WAS IST DER NÄCHSTE SCHRITT AUF DIESEM WEG ?

 

MACHEN! SCHRITT FÜR SCHRITT!

 

Bei mir ist es zum Beispiel so, dass ich durch das ganze Reisen und Erfahrungen bei verschiedenen Jobs (teilweise auch im Ausland) gemerkt habe, dass mir ein Ruhepol/ eine Zuhause/ eine Base fehlt, wo ich zur Ruhe kommen kann! Daraufhin muss ich meine Reiselust ein wenig runterfahren, sonst werde ich diesem Ziel nicht näher kommen.

Zudem ist es ein großer Wunsch dieses Jahr meine erste Kollektion für CHIONA rauszubringen, und um mich darauf zu konzentrieren benötige ich nunmal einen Ort an dem ich daran arbeiten kann, meine Materialien lagern kann und somit vorankomme !

 

Bislang fehlte mir in vielen Bereichen und seit meiner Kindheit ein gutes Durchhaltevermögen, ich lasse mich gerne und schnell ablenken und habe wenig Ausdauer, an diesem Punkt will ich unbedingt arbeiten, also falls ihr Tipps für Menschen wie mich mit tausenden Regenbogen Gedanken im Kopf habt, immer her damit!

 

 

TOI TOI TOI und einen erfolgreichen Tag euch allen!

 

☼ Eure Jenn

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