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Tarifa- the magically place & Gibraltar

28.12.2017 Finally arrived in Tarifa - Kitesurf Mekka

 

Also da waren wir nun, zu dritt mit Hund im Van auf dem Weg nach Tarifa - dem südlichsten Zipfel Festland in Europa.

Tarifa liegt in der andalusischen Provinz Cádiz an der Costa de la Luz. Hier trifft Atlantik auf Mittelmeer, sowie weht immer einer der beiden Winde :

Levante (warmer, starker Sahara Wind) oder Poniente (kühler, meist schwächere sowie vom Atlantik kommend).

Dies ist natürlich eine hervorragende Eigenschaft als Kitesurfer, wie wir es sind. Auch wenn es gerade nicht heiß ist, so wird man mit einem relativ leerem Spot und bissigen 15-20 Grad in der Sonne belohnt. Dazu aber später mehr. Erst einmal kommen wir an, Morten checkt in seiner Butze ein und wir suchen uns einen guten Standplatz im Ort.

 

Ich war schonmal im Dezember 2015 hier und damals schon konnte mich der magische Ort überzeugen. Der ewig lange und unglaublich breite mit Dünen besetzte Sandstrand, die vielen bunten Kites (meistens) am Himmel, die meisten friedlichen Hunde & die schönste & zugleich gemütlichste Altstadt die ich kenne.

Tarifa hat sehr viele Pluspunkte und ist für mich auf Nummer Eins der abwechslungsreichsten und magischen Orte in Europa.

Wir kommen also erstmal an und ich zeige den Beiden mein Lieblingscafé  - das STOKED Surf Café

Ein Espresso für knapp 75 Cent Stücke oder einen Café con Leche für nen knappen Euro - voll ok, wie wir finden. Gerade, da die Aussicht auf der kleinen Terasse mit Blick auf Promenade und Strand sowie blauen Ozean bombastisch ist und man hier auch einfach mal verweilen kann.

Viele Leute gehen ein und aus und laufen mit ihren Hunden am Café vorbei. Der Flair kommt langsam... auch Paco ist beeindruckt, denn frei herumlaufen und mit anderen, glücklichen Hunden spielen ist sein Lieblings-Hobby.

 

...bei Sonnenschein sieht das ganze dann so aus mit dem Ausblick - was meint ihr?

Hier sitzen Marc & Morten im Stoked Café.

Das war einer der sonnigen Tage hier.

Man sieht an Mortens Blick -  er muss sich erst an die Sonne gewöhnen ;)

Nach einem Tag Eingewöhnung für Morten an die weit aus besseren Temperaturen als in seiner Heimat nähe Hamburg, liefen wir lange am Strand auf und ab und wir unternahmen bald einen Ausflug nach Gibraltar, einem britischen Überseegebiet an der Südküste Spaniens. Der Berg war gerade mal knappe 1 Stunde in Richtung Malaga von Tarifa entfernt und ich würde jedem einen Tagesausflug empfehlen.

Man muss durch den Zoll, aber der ist kostenfrei. Auch mit Paco war dies kein Problem und schwupps waren wir auf britischem Boden gelandet. Wir umfuhren die Spitze mit Stulle und entdeckten viele erhaltene Festungsanlagen, Tunnel und Geheimeingänge im Fels. Der Fels von Gibraltar ist ein über 400m hoher Kalksteinmonolith.

Da wollten wir auch hinauf, dachten wir uns. Angebote wie die Seilbahn (natürlich ohne Hund) oder kostenspielige Taxen untem am Berg wollten wir umgehen, holten uns noch eine überteuerte Pizza-To-Go für auf den Berg (so der Plan...) und Marc trat ins Pedal um die ersten Höhenmeter zu machen. Nach etwa 10min. und am eigentlichen Eingang der Routen wurden wir von der lokalen Security aufgehalten - es seien nur Local Autos erlaubt. Keine Touristen. Gut. Wir parkten Stulleauf einem großen Parkplatz etwas den Berg hinunter und ließen Paco wegen der Affen auf dem Berg im Auto. Aber erst gab es noch die Pizza...

 

Danach ging es für uns im Marsch Schritt auf den Berg. Wir hatten uns eine der vorgegebenen Routen ausgesucht aber am Ende waren wir relativ schnell oben - vielleicht haben wir zu viel abgekürzt.

Natur pur und eine atemberaubende Aussicht - schon unterwegs. Dann sahen wir die ersten Affen auf der Straße und waren erstaunt wie friedlich sie waren - dafür das hier tagtäglich hunderte Touristen hochwanderten. Sogar Babys waren unter ihnen und ich beobachtete sie einige Zeit. Die Jungs wollten weiter und wir kamen zu einem Halte-Punkt. Morten wollte hier rasten und Marc und ich bestiegen barfuß (wegen des besseren Halts) den rauen Berg. Es war nicht der ausgewiesene Weg aber das macht uns nichts - wir gehen lieber off-road.

Es wurde wirklich ziemlich steil und wir konzentrierten uns auf das Ziel, die Hälfte war bald geschafft und neben mir hockte wieder ein kleines Äfflein. Wenn der das schafft, dann wir schon lange :)

 

Oben angekommen kletterten wir über eine Mauer um zum höchsten Punkt des Felsen zu gelangen -  das ging relativ schnell.

Dann kletterte ich noch an der schmalen und rostigen Leiter oben auf die Kanonen-Aussichtsplattform. Geschafft.

Der Ausblick war herrlich und man sah den Hafen, die Militärstationen, die Stadt und bald schon verließ die Sonne den Himmel und alles tauchte in eine wunderschöne Stimmung. Die ersten Lichter gingen an und auch die Boote und Schiffe, die auf Ein- oder Ausfahrt warteten erglänzten im leuchtenden Schimmer.

 

Einige Tage später war auch schon der letzte Tag im Jahr erreicht - wie schnell das immer geht. Nunja, wir kauften für eine Gemüse Reispfanne ein sowie Proviant für die Tage danach.

Immer noch am ersten Park-Spot kamen am 31. nachmittags zwei Leude aus Bayern zu unserem Bus, Kali und Lisa. Zwei super-liebe Kiter, ebenfalls verliebt in Tarifa. Wir beschlossen alle gemeinsam den Abend zu verbringen und sie gestatteten uns noch die letzte Dusche im Jahr in ihrer kleinen Miet- Höhle in der Altstadt.

Danke dafür!

Frisch und gemeinsam quatschten wir, tranken Wein und Gin und bereiteten uns auf die letzten Stunden vor. Ich schlug vor in Stulle reinzufeiern, diese Idee wurde mit offenen Armen angenommen und wir gingen alle auf den riesigen Parkplatz (freier, großer Parkplatz in Tarifa, direkt bei der Altstadt - max. 2,5m).

Zu derben Goa-Beats gab es Drinks und blinkende LED Lampen. Alle waren feucht fröhlich unterwegs und um 00:00 Uhr wurde traditionell mit Cava angestoßen. GUTEN RUTSCH. Danach ging es für uns alle, außer Paco in die Altstadt. Menschenmassen tummelten sich auf dem großen Platz und auf der Live-DJ-Bühne kam krächzende Musik. Nicht unser Fall. Uns verschlug es in die kleinen, verwinkelten Gassen. Wir blieben dort, wo uns die Musik gefiel und wo die Menschen auf der Straße fröhlich umher standen und die Drinks aneinander stießen.

 

 Was für ein toller Abschluss mit tollen Menschen!

 

Der Tag danach... :)

Unser Haupt-Standplatz in Tarifa war dieser... mit Blick auf die Promenade sowie das Meer und seinen weitläufigen, goldenen Sandstrand. Ein Traum. Es war recht leer in der Wintersaison, zu unserem Glück. Im Sommer sieht das ganz ander aus in Tarifa - es quillt regelrecht über. Also auch im Winter oder in der Nebensaison kann man hier super kiten gehen und hat nicht rechts und links neben sich jemanden - und die Sonne strahlt ebenso freundlich drein.

 

Falls ihr auch auf der Reise in Tarifa vorbeischaut, hier nochmal genau der Platz -  auch wenn Tarifa recht übersichtlich ist, findet man ihn nicht gleich auf Anhieb:

Impressionen aus der Altstadt, vom langen wundervollen Sandstrand und dem kleinen Paco mit Sand-Bart

Kite- Schulung mit Morten

 

Die nächsten Tage war es relativ mild und unsere Mission war, Morten die ersten Meter beim Kiten beizubringen. Mit ein wenig Vorerfahrung war er bereits in die Theorie geschult - mehr oder weniger und ganz heiß endlich auf dem Brett zu stehen bzw. fahren.

 

Ich ließ die beiden erstmal machen und dokumentierte das ganze mit der Canon. Zwischendurch habe ich auch den generellen Kiter-Flair am Strand eingefangen. Die folgenden Fotos zeigen eine nass-kalte Praxis-Einheit Kitesurfing sowie den langen Strand und die diesigen Berge im Hintergrund. Paco ist natürlich auch ab und an auf den Bildern ;)

 

 

Relativ spät haben wir eine kleine Lagune gefunden, die aber sehr tiden- abhängig ist und am Playa de los Lances liegt. Hier auf dem Auschnitt links seht ihr nur den Priel zur eigentlichen Lagune. Wir machten eine Spazierfahrt dorthin und parkten Stulle im Grünen (eigentlich ist die Durchfahrt verboten, deswegen keine Standortbeschreibung ;) Aber google.maps zeigt euch den Weg...

 

Es war relativ windig heute und die Wolkendecke sehr dicht. Wir beobachteten ein paar Kitesurfer und fuhren bald weiter. Marc fuhr einige Tage später nochmals alleine dorthin, die Lagune verschwunden - dennoch kitete er durch den schmalen Priel. (für Anfänger ein super Spot - wenn die Lagune knie-tief ist im Gegensatz zum welligen Meer)

Jeden Tag, an dem wir etwas Wind hatten gingen wir mit Morten raus, mal schulte Marc, mal schulte ich. Ein kleiner aber feiner Mixmax und einen Tag vor Abreise und nachdem wir eine kleine Lagune gefunden hatten fuhr er schon die ersten Meter, einige sogar.

Wir sind stolz auf dich :)

Es war insgesamt eine sehr erholsame, aktive und sonnige Zeit in Tarifa die wir sehr genossen haben.

Nachdem Morten abgereist war, gönnten wir uns zur Abwechslung mal eine AirBnB Wohnung mitten in der Altstadt Tarifas, was wirklich bezahlbar ist in der Nebensaison. Es war eine kleine 2 Zimmer Wohnung und sehr niedlich eingerichtet, wir fühlten uns pudelwohl. Das Wetter wurde wechselhafter die Tage und wir waren froh nicht mit matschigen Schuhen und Tatzen in Stulle zu müssen, echter Luxus eben ;)

 

Eines Tages wollte ich mit Marc auf den Berg bei Tarifa, ca. 10 min. von der Altstadt entfernt mit dem Bus. Wir fuhren die Hauptstraße Richtung Ortsausgang und bogen auf eine Schotterstraße auf den Berg. Auch dort oben wohnen ein paar Leute, aber es ist sehr teuer sich hier etwas zu gönnen. Das geht dann schon in die Millionen... Was möglicherweise dem Blick und Gefühl gerecht wird:

Blick auf Tarifa, das Meer, die Berge mit ihren weißen Windrädern und alle Tiere laufen frei herum, wenn also auf einmal ein Schweinchen oder ein Pferd auf der Straße steht, hat es natürlich Vortritt... :D Seht selbst:

 

Als es aus Tarifa raus ging führte es uns durch den Parque Natural Del Estrecho östlich von Tarifa. Auch dort liefen die Kühe wild herum und waren wohl wirklich glückliche Kühe, die auf den Bergen überhalb vom Meer ihr Gras verzehren - den lieben langen Tag.

 

Die Gegend ist wunderschön, vor allem wenn die Sonne draußen ist, man kann viel an der Küste entlang fahren und dann geht es durchs Inland auf teilweise wackeligen Dirt Roads - aber kein Problem für Stulle, das wissen wir ja bereits.

 

Ich hoffe euch haben die Fotos und Stories gefallen, die ich bisher mit euch geteilt habe. Ich freue mich über jedes Feedback, auch gerne als Kommentar am Ende der Seite. Wir sind gerade in Malaga und ich fliege morgen in die Schweiz um dort etwas Geld für weitere Reisen und das Leben zu verdienen und werde den 'Vanlife-Blog' bis ca. Ende Februar pausieren müssen. Danach gibt es sicherlich viel zu erzählen und weitere Berichte folgen - wenn ihr mir weiterhin treu bleibt :)

 

Wir sind ebenso offen auf Reisen auch online zu arbeiten -  im Bereich Reise-Fotografie, Texten sowie mobile Bildschirmarbeit.

Ebenso freuen wir uns über Kooperationen mit anderen kreativen Reise-Köpfen. Also, wenn ihr Ideen, Angebote oder Rückfragen habt meldet euch sehr gerne unter childofnature.design@gmail.com.

 

Ich freue mich von euch zu lesen.

Wenn ihr auf Instagram seit, könnt ihr mir auch ebenfalls dort folgen unter CHIONA.LIFE

Nun genießen wir noch den letzten Abend in Malaga zusammen.

 

Auf ganz bald

Eure Jenn

 

 

 

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