· 

Follow the Sun ☼

Praia de Amoreira - Strand der Maulbeere

 

Wir wachten auf mit dem Schild vor der Front: Follow the Sun
Wir waren richtig.  Wenn man sich überlegt, dass wir Anfang November haben... Man muss solche Zeichen nur sehen. Ich streckte mich in der Morgensonne und machte mich auf, mit Paco durch die Dünen. Wir kamen bis zu einer Flussmündung, die bei Ebbe glänzte. Ihr ekleinen Wasserwannen umgeben von hellem Sand luden zum Hereinlaufen ein. Kurz darauf fanden wir uns im warmen Nass wieder. Wir plantschten herum und liefen um die Wette. Bald darauf erblickten wir Julia und Palo, Paco hat ihn gleich erkannt und rannte schnurstracks auf ihn zu.

Schnell verstanden sich die Beiden, auch wenn Paco am Anfang sehr unterwürfig war, haben sie mit der Zeit gelernt, wie sie miteinander spielen konnten. Das macht eben die Natur.

 

Julia, dir ich heute erst näher kennenlernte war mit mir noch eine Weile am Flussbett unterwegs, dass sich langsam mit Wasser füllte. Nach vielen Hundegesprächen und in der entspannten Atmosphäre des frischen Morgen waren wir bald wieder am Strand eingekehrt und unsere Hundis beide ausgepowert. Es gab bald Frühstück mit Müsli und Früchten mit Blick auf die traumhafte Bucht.

Was für ein Morgen!
Was für ein Trip!

Das war eindeutig einer dieser Momente, die du nie mehr vergisst. Es war einfach ein schönes Plätzchen Erde mit schönen Menschen und viel guter Energie.
Wir blieben den ganzen nächsten Tag an diesem Ort, Marc reparierte mit Melvin's Hilfe das Klappdach, wo sich der Stoff leider wieder vom Dach trennte. Vicci und ich verkrochen uns in die weiße Schüssel und schrieben vor uns hin.

 

Auch die umrandenden Hügel machten Paco und ich unsicher, bestiegen sie bis zum sandigen Gipfel, beobachteten die hereinlaufenden Wellen und machten ein Wettrennen bis zum Bus. Das macht Spaß, bellt Paco immer ;)

Wir hatten am späten Nachmittag noch ein weiteres Ziel zu erkunden, den Praia de Monte Clerigo, ein Tipp von unserem Freund Riccardo aus Hamburg. Danke dafür. Ich rollte mit Stulle die letzten 300 Meter, da Marc einen Ausflug mit der Drohne startete. Es ging am Ende steil bergab und die Sonne blendete mich, bis wir zu einem Parkplatz am Strand kamen. Ich drehte wieder um, um weiter oben an der Straße noch die Sonne hinter den Bergen untergehen zu sehen.

Bald kamen die Schweden auch und ich nahm Vicci mit auf spontane Foto-Tour am Strand. Paco natürlich immer dabei fand direkt einen Freund auf dem Weg zum Strand, der uns auch begleitete.

 

 

 

Die bald untergehende Sonne verbreitete ein warmes Licht, der weiße Schaum floss über den Strand, hin und zurück. Immer weiter auf uns zu - die Flut kam, man konnte ihr zusehen. Die raue und doch teils bewachsene Steilklippe mit ihren spitzen Steinen, die auf's Meer ragten und an denen die brechenden Wellen ein weißes Schaumschauspiel errichteten.
Paco und sein Freund kletterten mit mir die Steine hoch und wir fanden einen Weg bis auf die Klippe. Ein paar Mal Hepp und wir trafen Vicci oben wieder.
Wir wanderten bis zur Spitze, immer der Sonne entgegen!

 

Am Rande der Klippe beobachte ich jede Sekunde des Untergehens.
Bis Morgen, du leuchtende, energiegelandene Sonne, ich freue mich auf die ersten, wärmenden Strahlen in meinem Gesicht.

Das Licht war erloschen, langsam holte uns die Dunkelheit ein. Wie schnell es geht, keine warmen Töne mehr. Eine kühle, stürmische Nacht stand uns bevor und unten wieder angekommen gab es ein Dinner im Van sowie eine Partie Rummy.

Am nächsten Morgen hatten wir einen Termin in Aljezur mit dem Chef der Surfschule Lodge Portugal, um ein gebrauchtes Beginner-Schaum-Longboard für mich zu kaufen. Es gab ein kurzes Frühstück und wir fuhren ca. 10 min. in den Ortskern, wo wir uns am Marktplatz trafen.

Wenig später war ich der Besitzer eines tollen, grünen Boards, ich freute mich schon es in den Wellen auszuprobieren. Wir trafen uns gegen Mittag noch mit Julia und Sam im Café direkt um die Ecke und tranken frischen O-Saft, Espresso und einen fetten typisch portugiesischen Toast. Yammi. Später planten sie nach Arrifana zum Surfen zu fahren, wir schlossen uns an und fuhren schon vor.

 

Es war sehr warm und wir fuhren über schlängelnde Straßen bis runter zum Beach, Marc parkte später nochmal um, ich nahm schon alles mit an den Strand und begann Ketten zu knüpfen. Marc schmiss sich in die Wellen und wir hatten einen super Tag dort.

 

Es ging später für uns weiter nach Sagres, da erwarteten wir ein Paket mit einem neuen Solar-Panel sowie einen Solar- Koffer. Wir hstten ebenso eine Empfehlung das 'Three Little Birds' dort zu besuchen, es war eine Mischung aus Café, Bar und Restaurant, in deutscher Hand und wie wir später erfuhren, hatte es ein sehr nettes Ambiente sowie super freundliche Mitarbeiter. Wir fuhren vor und bestellten einige Starter sowie Drinks. Das Essen war sehr lecker und wir können es nur weiterempfehlen! Wir planten am Samstag ein gemeinsames Abendessen mit allen und reservierten einen Tisch. Es war ebenso die Abschlussfeier der Saison. Als mein leckerer selbstgemachter Eistee leer war, fuhren wir etwas weiter zu einem ruhigen Ort zum nächtigen, ich fand ihn zuvor über Google.maps.

 

Es war ein traumhafter Platz für Stille, einen gelegentlichen Spaziergang an den Strand und einen Drohnenflug wert, mit dem luxuriösen Anwesen hinter dicken Mauern. Wir genossen den ruhigen Tag, später kamen die Schweden noch sowie Julia und Sam gegen Abend. Es gab leckere Golden Hash Milk, eine Menge Spaß bis jeder ins Bett segelte...

 

Am nächsten Morgen waren alle ein wenig müde ;) Julia und Sam fuhren nach Tonel zum Surfen, die Schweden folgten ihnen und wir verbrachten einen entspannten tag am Strand und genossen die Sonne.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0