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Von Spanien nach Portugal

01.10. Aufbruch nach San Sebastian

 

Da dieser tolle Ort mal wieder verregnet drein schaute und die Jungs wieder Richtung Deutschland fuhren, ging es bei uns noch vor Mittag los entlang der Küste Richtung Süden. Schnell waren wir über die Grenze Spaniens und überlegten, wo wir nächtigen sollen. Wir rasteten vor einem Café, da es dort Wlan gab um weiter arbeiten zu können, es gab sehr leckere Tortillas, Tintenfisch mit Reis sowie gebratene Champignons und legendäre croquetas de jamon. 

 

Dann kam mir die Idee: Ich suchte ein schönes Hotel in San Sebastian und wir gönnten uns warme Duschen, Paco nahm ein Bad und wir wälzten uns im großen, weißen Bett. Wundervoll. Wir schätzen es sehr und blieben am Ball für die Berichterstattung. Ich sitze nun (am 02.10.) auf der Terrasse des Hotels, trinke einen frischen zumo de naranja mit meinem Schatz und Paco knabbert genüsslich und tiefenentspannt an seinem Tau. Er hat sich im Hotel immer ganz lang gemacht, weil er sonst ja auf dem Beifahrersitz schläft. 

 

Gestern Abend sind wir noch in zwei kleine Tabernas gegangen, es gab verschiedene Tapas und Bier sowie Weißwein und wir waren einfach überglücklich und freuten uns wie Hulle uns spät am Abend wieder ins frische Bett zu werfen.

 

02.10. San Sebastian - Hotel Palacio de Aiete

 

Ich sitze nun am nächsten Morgen auf der Terrasse des Hotels, trinke einen frischen zumo de naranja (O-Saft) mit meinem Schatz und Paco knabbert genüsslich und tiefen entspannt an seinem Tau. Er hat sich im Hotel immer ganz lang gemacht, weil er sonst ja auf dem Beifahrersitz schläft. 

Wir spazierten noch durch San Sebastian, auch wenn das Wetter solala war. Auch den Strand haben wir erkundet während wir vom Nieselregen bestäubt wurden.

 

Gestern Abend sind wir noch in zwei kleine Tabernas gegangen, es gab verschiedene Pinxtos und Bier sowie Weißwein für mich, wir sind einfach überglücklich.

 

Den halben Tag verbrachte ich damit, die Seite auf dem aktuellen Stand zu halten. Es regnete immer noch, wir muckelten uns im Bus ein und abends ging es wieder in die Pinxtos Bar und es gab leckeres Omelett mit Champignons, Oliven und Salat.

 

03.10. On the Road

 

Entspannt ging es heute Mittag los und wir kamen zu dem Entschluss Nordspanien wegen des Wetters zu skippen und quer durch Spanien nach Portugal zu cruisen. Gedacht- getan. Wir fuhren von San Sebastian -> Burgos -> Palencia.

 

Hier war unser Stopp für die kommende Nacht angesagt, wir haben nunmal auch gut Strecke heute gemacht... wir schlugen unser Nachtlager auf, erst fanden wir einen Platz für Campingwagen, dann fand ich den Ort doch nicht so schön und wir suchten im Ort nach Alternativen. Da fiel mir bei google.maps eine kleine Stelle am Fluss auf, die eventuell befahrbar sein könnte - das war sie auch und kurze Zeit später campierten wir dort, am Rande des Sees.

 

Früh schnappte ich mir Paco, der schon mit wedelndem Schwanz vor unserem Bett stand und Lust auf ein Abenteuer hatte. Zusammen erkundeten wir die Umgebung, einen kleinen Wald sowie eine in Nebel versunkene Brücke, die aus dem Fluss emporstieg. Ich machte ein paar Yoga Übungen direkt an der Wasserkante, Paco entschied sich für ein Morgenbad im See und sprang danach wild in der Gegend herum - war wohl doch kälter als gedacht. Es ging dann zurück zu Stulle und Marc, der schon fleißig den Bus geräumt hatte sowie zwei Eier in die Pfanne gehauen hat.

 

Nach dem Frühstück am See führte uns die Route gen Portugal weiter durch das industrielle Nordspanien. Es war super heiß, wir schwitzten ohne Ende und zu unserem Glück wurden wir auch noch von der Polizei angehalten. Da Marc seinen Gurt nur über den Bauch geschnallt hatte, da er am Körper klebte, wurde uns ein Bußgeld von 100 Euro aufs Auge gedrückt. Wie blöd.

Nunja, lange genug darüber geärgert, was ja auch nicht viel bringt fuhren wir weiter und erreichten bald die Grenze, kurz vor der Maut Station drehte ich auf einer Tankstelle etwas eierig um und wieder patrouillierten die Beamten und zogen uns hinaus. Was ein Spaß, die haben es wohl auf Touristen abgesehen... Es tut mir deswegen natürlich sehr Leid, dass sie keine Drogen im Fahrzeug finden konnten... 

Später ging es weiter und über eine alternative Straße über die Grenze nach Portugal. Ca 15 Minuten später fuhren wir über eine enge Straße zwischen gigantischen Felswänden und unberührter Natur. Ein kurzer Rast war angebracht und an der Ecke der Brücke, die wir überquerten war ein großer Parkplatz.

 

Gegenüber befindet sich ein nettes Café, das Café Rio Côa, das nach dem angrenzenden Fluss in der Schlucht benannt war. Die Eigentümer waren Deutsche, Jan und Kathrin. Jan kam 1984 hierher, nach einer Fahrradtour entdeckte er das Potenzial und kaufte das Café und veränderte es grundlegend - zum Positiven. Früher stand hier nur ein Haus, mittlerweile durch viel Handarbeit wurde eine riesige, gemütliche Terrasse mit Steinsäulen und viel Grün angebaut.  

Sie liehen uns kurz darauf zwei Paddel und verrieten uns, wo die Kajaks am Fluss lagen. Marc schnappte sich seine Angel, Paco lief hinterher und kurze Zeit später saßen wir auch schon in zwei Kajaks. Marc hatte Paco an Board, da fing er an zu jaulen und wollte auf mein Boot, welches leider sehr klein war und dies unmöglich schien. Dennoch trieb ihn seine Neugier an und er sprang mit hohen Bogen ins Wasser und fing an zu paddeln, erst auf mich zu dann doch lieber zu den Felsen, die leider zu rutschig waren und er kam nicht hoch. Ich wollte ihm aus meinem Kajak aus helfen und fing an ihn zu schieben, doch auch ich glitt an den durch Moos besetzen Felsen ab und plumpste neben ihn ins Kühle. Das war so vorhersehbar, trotzdem lachten wir alle, Marc wohl am meisten denn er beobachtete uns genau :)

 

Es wurde langsam dunkel, wir brachten die Paddel zurück und kuschelten uns in Stulle. Marc spielte mir ein Lied auf der Gitarre vor, es war einfach nur schöööööön! 

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