Seaside Camp

Bicarosse Seaside Camp

 

Am nächsten Morgen nahm ich Marc und Paco mit in die Wellen. Wunderbar, diese Frische am Morgen!

Paco war immer weniger verängstigt und traute sich mit uns in den weißen Schaum, der ja gar nicht so gefährlich ist, wie er vielleicht bislang glaubte. Es machte richtig Spaß sogar. Ja, kleiner Paco, du wirst noch viel lernen aber erst mal springst du mit uns in den wilden Ozean. 

Dann gab es ein leckeres Camp Frühstück.

Die Jungs waren surfen und wir errichteten uns ein kleines `Seaside-Camp`.

Nachmittags bastelte jeder etwas, es war schön wie jeder kreativ wurde. Marc schliff und lackierte Stulle, Peter sägte an einem Surfboard-Anhänger für seine selbst geknotete Kette, Giedo zeigte ich auch das Ketten machen und er knotete an einer Kette für seine daheimgebliebene Freundin. Da wird sie sich aber freuen. Unser Camp war heute ein Kreativ-Camp. Nebenher wurde ein Beach-Ball Turnier neben unserem Camp aufgebaut. 

Später entschieden wir uns alle gemeinsam für eine leckere Pizza vom Local-Pizzabäcker und abends gab es noch Petromax Aktion vor den Bullis. 

✰ Seaside Camp Shooting ✰

In Bicarosse entstanden ein paar tolle Bilder von unserer Gruppe, auch diese will ich euch nicht vorenthalten. Es ist schön, die beiden Jungs als Reisebegleiter für eine Weile dabei zu haben, ihr seit super! Danke, Baby für die wundervollen Fotos!

Es waren tolle Tage mit Sonnenschein, Strand, Meer, spielende Hunde sowie glücklichen Menschen, danke dafür.

Surf Session der Boys ♂

Sundowner Bicarosse Plage

25.09. Abfahrt Bicarosse

 

Es regnete die ganze Nacht deshalb planten wir wieder Richtung Süden weiter zu fahren. Nach Aufräumen der Busse und des Camps gab es ein letztes Frühstück hier und gegen 14 Uhr drehte Marc den Zündschlüssel um. Wir fuhren gemeinsam, es war eine tolle Truppe. Vollgetankt und gut gelaunt ging es nach Vieux-Boucau-les-Bains, einer Gemeinde im Département Landes der Region Aquitanien, direkt an der Atlantikküste. 

Wir fanden über park4night einen Stellplatz, doch dieser war am Straßenrand eines mit Pinien bedeckten Platzes. Leider hatte dieser eine 2-Meter Höhenbegrenzung, sodass keiner von uns unter den Schranken durchkam. Ich suchte nach anderen Einfahrtsmöglichkeiten und so fuhren wir knapp neben der Schranke zwischen Büschen und Bäumen auf den Platz. Die Sonnenstrahlen suchten sich ihren Weg durch die Pinien und kurz darauf siedelten wir unser Camp in einer ruhigen Stelle am Rande eines Waldes an.

Da wir ein paar Regentropfen spürten, zogen die Jungs eine Plane über zwei Autos und wir entspannten den restlichen Tag im Camp.

26.09. Seaside Camp Vieux-Boucau-les-Bains

 

Heute wachte ich mit grimmiger Stimmung auf, erschöpft von dem schlimmen nächtlichen Reizhusten war ich angeschlagen und hatte kaum Energie. Dennoch entschied ich mich für die Erkundung der anliegenden Natur mit Pinienwald und schmalen Wegen mit Buschlandschaft. Die Hunde hatten Spaß und erschnüffelten uns den Weg. Es ging bis zur Düne hoch mit dem steilen Hang zum Meer.

Zurück im Camp legte ich mich wieder hin, Marc kochte mir heißen Tee und blieb den Tag bei mir im Camp. Bester Mann. Bald ging es mir schon viel besser.

27.09. Seaside Camp ☼

-Surfen, Strand und Sonnenschein-

 

Das trifft es wohl ganz gut, da wir uns ein kleines Strand-Camp gebaut haben. Heute ging es für mich das erste Mal in die Wellen- auf dem Board. Ich paddelte und versuchte immer wieder auf das Board zu kommen, leider waren die Wellen weniger kraftvoll wo ich herum paddelte. Die Anderen standen schon längst auf ihnen und surften sie ab. Es war lustig und hat riesigen Spaß gemacht, nach mehr oder weniger einer Stunde waren meine Muskeln leer- das kommt davon wenn man ohne Neo in den Atlantik springt. Ich legte mich an den Strand und beobachtete die Anderen, spielte mit den Hunden und laß mein Buch. Abends waren alle erschöpft und wir fielen kurz nach dem Abendessen ins Bettchen.

 

28.09. Seaside Camp

 

Heute Morgen haben wir uns ein bisschen in die Haare gekriegt und schwiegen uns erstmal den halben Vormittag an, wir suchten eine Bäckerei und uns verschlug es in den kleinen Ort. Es war brütend heiß und wir freuten uns sehr als wir an einem kleinen Supermarkt mit angrenzendem Snack-Restaurant ankamen.

 

Später ging Marc noch aufs Wasser, das war nicht so lustig. Die Strömung zog dich in wenigen Sekunden schon Meter weiter und die Wellen waren verwaschen, hoch und die See unruhig. Aber wenn er sich etwas in den Kopf setzt... Ich wartete am Strand, aber nach kurzer Zeit, da ich ihn nirgends mehr sehen konnte, ging ich den Strand entlang und hielt Ausschau nach meinem übermütigen Mann. Viel später, schon komische Gedanken im Kopf, wurde er vom Meer angespült. Ich war nur froh, dass es nicht nur das Brett war! Er war total erschöpft, erzählte von den mächtigen Wellen und der Stille die draußen herrschte.

 

29.09. Aufbruch nach Biarritz

 

Bonjour!

Wir trennten uns vorerst von unserer Seaside Gang und fuhren weiter. Um 16 Uhr kamen wir dann auch los und nächster Halt war Biarritz.

Entlang am Atlantik kamen wir irgendwann über enge Gässchen im Ort an, der sofort Magie versprühte. Ein Fels in der Brandung direkt am langen Sandstrand, viele Menschen in der warmen Atmosphäre am spazieren, surfen und lachen. Am Strand trafen wir Paul, den es in seinem Urlaub mit seinen Freunden an die Küste zog. Mir gefiel es von Anhieb und plötzlich fuhr Paul mit seinem Skateboard an unserem offenen Fenster vorbei-

 

sonst trifft man sich in St. Peter-Ording; heute aber heißt es Meet & Greet in Biarritz.

 

Wir hielten direkt an der Côte de Basques und suchten uns einen der freien Parkplätze für unseren Aufenthalt. Es ging nur über eine Straße, bis zu einer breiten Mauer mit Blick auf gewaltige Steine am langen Strand, wo sich Surfer und Bodyboarder tummelten. Die einen entspannt in Boardshorts, andere im dicken Neo. Man merkte, dass sich hier unterschiedlichste Menschen treffen und durch den Surfer- Lifestyle dennoch alle verbunden waren.

Wir kochten und genossen unser Dinner auf der breiten Mauer, ich richtete alles her und Marc kam mit den Töpfen und Tellern aus dem Bus. Das war das beste Abendessen des ganzen Trips. Trés romantique.

Später gab es zu peppigen Goa Tönen aus der Soundbox tolle Gespräche, lustige Ideen und natürlich den ein oder anderen leckeren Drink auf der Mauer mit Meerblick. 

30.09. Biarritz Côte des Basques

 

 Ausgeschlafen startete der Tag leider sehr verregnet, wie wir es nicht vorhersehen konnten. Die Küste blickte trüb drein und die Wellen kamen bis hoch zu den Steinen am Ufer, es war High Tide. Keiner war auf dem Wasser, dennoch prassten die Wellen in die Bucht. Es war der perfekte Laptop Tag, um endlich mal hier an der Seite zu arbeiten sowie etliche Bilder der Reise zu bearbeiten und sortieren. Man glaubt es nicht, aber man kommt kaum zu sowas, wenn man gerade los ist, Leute kennen lernt, alles ist aufregend. Nun aber hatte ich die Muße und setze mich dran und tippte wie wild in die Tastatur. Das macht Spaß. Marc war mit Paco draußen und später kuschelten wir uns wieder ins Bett und ärgerten uns nicht über das Wetter.

 

 Im Rheinland gibt es da so ein Sprichwort, was ich gerne in den Mund nehme: 

 

Et is wie et is, et kütt wie et kütt und es hat noch immer jot jejange.

 

 Mit diesem Motto war der Tag gerettet, sehr gemütlich und trotz der grauen Umgebung machten wir einen großen Spaziergang, Paco lernte einen anderen Labrador kennen, sie spielten im Garten eines pompösen Anwesens, wir kauften ein und lebten einfach in den Tag hinein.

 

Marc lötete die Verkabelung des Solar-Panels neu, da wir das Problem leider bisher nicht lösen konnten. Es kam immer noch viel zu wenig Strom an und ich durfte auch die tolle Lichterkette nicht mehr anmachen. Naja, dafür gab es Kerzen und Romantik (:

 

 

 

Abends war der Mittelpunkt wieder die Mauer vor den Autos und gemeinsam mit den Anderen Jungs aus Hamburg ließen wir den letzten Abend in Biarritz genussvoll ausklingen.

 

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